Menschen auf der Flucht

Als Christinnen und Christen sind wir betroffen vom Leid der geflüchteten Menschen in den Flüchtlingslagern auf Lesbos und an anderen Orten innerhalb und außerhalb der EU-Außengrenze.

Auch die Predigt der Christmette am 24.12.20 um 18:00 greift dieses Thema auf:

Eine Botschaft der Hoffnung an die Helfenden Hände auf Lesbos und anderswo:

Es ist schwer vorstellbar, wie das Leben ohne Zukunftsperspektiven, in der Kälte, in einem überschwemmten Zelt inmitten anderer überschwemmter Zelte aussieht. Die Menschen haben mit Verletzungen durch Rattenbisse zu kämpfen, weil die Tiere vor allem in der Nacht in ihre Zelte kommen.

Wenn wir es uns doch genauer vorstellen, tut es weh, macht es uns traurig uns stellt und vor unangenehme Fragen. Warum gibt es derart furchtbare Zustände in einer Zeit und in einer Union, in der die Menschenrechte hochgehalten werden? Warum schauen so viele Menschen trotz allem weg? Warum trifft es diese Menschen und nicht mich? Womit habe ich es verdient, in einem sicheren Land zu leben und ein Dach über dem Kopf zu haben? Welche Verantwortung habe ich dadurch? Komme ich dieser Verantwortung nach?

Auch Jesus selbst war von einem Schicksal der Flucht betroffen. Seine Eltern mussten mit ihm nach Ägypten fliehen um ihn vor dem Massenmord des Herodes zu schützen. Dass sie dabei nicht die einzigen waren, ist, nach dem tyrannischen Befehl des Herodes, alle erstgeborenen Knaben zu töten, anzunehmen. Auch darum gehört es zum ChristInsein dazu, sich betroffen zu machen von den Schicksalen der Geflüchteten und in einem jeden von ihnen Jesus selbst zu sehen.

Menschen setzen sich für nachhaltige Unterstützung und eine Zukunftsperspektive für Geflüchtete, durch ihre Aufnahme ein. Zeigen wir diesen Menschen unsere Solidarität und Unterstützung und zeigen, dass auch wir uns vom Schicksal der Geflüchteten berühren lassen.

Für einen christlich-sozialen Umgang mit Geflüchteten in Moria: