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Unsere mittlerweile 117 Jahre alte Kirche (lesen Sie mehr: Pfarr-Chronik) ist eine „alte Dame“….- und manchmal benötigen wir etwas fachmännische Hilfe. Seit 1909 trotzte unsere Kirche Wind, Wetter und anderen markanten Ereignissen der Geschichte. Am 09.01.1909 wurde unser bekanntes und weit sichtbares Kreuz auf der Turmspitze verankert. Leider kam es in den letzten „paar Jahren“ seit Bestehen unserer Kirche auch zu „unvorhergesehenen Ereignissen“ zB einem Blitzschlag. So einen hatten wir von 1 1/2 Jahren – seit dem war unser „Turmkreuz“ leider „geneigt“ und stellte ein Sicherheitsrisiko für Passanten und die Gläubigen der Pfarre dar.
Eine Sicherung (Seilsicherung im Turm) der Passanten und der Umgebung war zu jeder Zeit gegeben! Um die Sicherheit wieder herzustellen, wurde die Firma Sukup & Grötzer beauftragt, dass unser Turmkreuz wieder sicher und aufrecht auf der 31m hohen Turmspitze thronen und strahlen darf. Unser Turmkreuz wurde fachmännisch abgenommen, um eine Sicherheit zu garantieren. Eine neuerliche Montage erfolgte in den zwei darauffolgenden Wochen, wo das passende Fundament wieder gegeben wurde und den aktuellen Sicherheitsvorschriften entspricht. In der Zeit der Revision waren wir „oben ohne“ – aber dennoch gut behütet, beschützt – und wir bekamen eine Nachricht aus der Vergangenheit
Manchmal geschehen Ereignisse oder Situationen, die man sich beim besten Willen davor nicht vorstellen kann. In diesem Fall, war es der Anruf vom Chef der Firma Felbermayr gewesen. Nachdem unser Kirchenkreuz von ihm abgenommen wurde um es zu reparieren, entdeckte er eine kleine, beinah unscheinbare Dose, die rein optisch etwas unter Mitleidenschaft geraten war. Sie war im Sockel platziert gewesen. Er öffnete sie nicht sondern informierte uns sofort vom Fund und übergab sie.
Es war eine Zeitkapsel, aus dem Kaiserzeitalter, die 1909 dort hinterlegt wurde, um uns nun ca 117 Jahre später etwas zu übermitteln oder auch aufzuzeigen. Beim Öffnen dieser kleinen Dose war der Moment der Spannung schon sehr hoch. Der Geruch war abgestanden und eine Mischung zwischen rostig und modrig. Die staubige, schmutzige Schicht war mäßig. Die Dose selbst ließ sich relativ einfach mit leichtem Gegendruck öffnen. Zum Vorschein kamen 7 in sich selbst stark zusammengelegte Papierstücke. Jedes war sehr ordentlich in sich verschlossen und sorgfältig übereinandergelegt.
Anm: der Hl. Alfons (Alfonso Maria de Liguori) ist der Ordensgründer der Redemptoristen, er ist auch auf unserem rechten Seitenaltar (Marien-Altar) gemeinsam mit Clemens Maria Hofbauer. Beide spiel(t)en für die Redemporistinnen einen zentrale Rolle
(Schrift: Sütterlin)
Anno Domini millesimo nonagintesimo nono, sub imperatore Franzisco Josepho I adhuc senaginta amas gloriose Austrian regnante, sub Summo Pontifice Pio X; omnia in Christo renovante, sub Eppiscopo Antonio Josepho Gruscha, subparocho hinus loci Joanne Nep. Schramm, sub patre provinciali Lang ordinis S-si Redemptoris nec non sub reverenda matre sororum Ssi Redemptoris, Philumena de Platz, haec cruz erecta est.
Sub Archiepiscopo Francisco Cardinali König – ac Comissario Leopoldo Neudhardt C. Ss.R et Superiorissa Maria Joanna Beyer O.Ss.R. Tempore Concilia Vaticani II anna salutis MCMLXV turis renovata est.
Die Firma Felbermayr stellte uns eine Kupferrolle zur Verfügung, um die vorhandene Dose des Jahres 1909 darin zu verankern, gemeinsam mit den Gegenständen, die wir mitgeben wollten.
Unsere Beigaben sind:
Beide Zeitdokumente wurden in die Kupferröhre verpackt und verschlossen. Die Firma hat in meiner Anwesenheit, die aktuelle Zeitkapsel in den Sockel des Kirchturmkreuzes verankert.
Am 25. März 2026 um 13:00 Uhr wurde der Sockel mit dem Kirchturmkreuz durch einen hohen Kran wieder in die Höhe gefahren. Um 13:24 Uhr waren Sockel und Kreuz an ihrem richtigen und ursprünglichen Ort. Möge unser Kirchenkreuz gut verankert und sicher, als Zeichen unseres Glaubens, lange am Kirchturm stehen. Sichtbar für alle Menschen, die in die Richtung unserer Erlöserkirche blicken.
PAss. Alex Kommer
Hier kannst du die Geschichte unserer Zeitkapsel als PDF herunterladen. Das Dokument ist ident mit der Veröffentlichung im Pfarrblatt April/Mai 2026.
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